Pressemitteilung

Helmholtz-Zentrum setzt bei der Erweiterung seines HPC-Clusters auf transtec

Reutlingen, 18. Mai 2015 – Das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) hat seinen HPC-Cluster Hypnos umfassend erweitert. Als neue Cluster-Partition wurden acht Knoten mit je vier Tesla-K80-GPUs von NVIDIA erfolgreich in Betrieb genommen. Die Projektdurchführung von der Beratung über die Lösungskonfiguration und -implementierung bis zum Produktiveinsatz hat der IT-Dienstleister und HPC-Spezialist transtec übernommen

Das HZDR ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und betreibt grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung zum Erhalt und zur Verbesserung unserer Lebensgrundlagen. Die zahlreichen rechenintensiven Datenanalysen und Simulationen, die im Rechenzentrum des HZDR für die Bereiche Energie, Gesundheit und Materie durchgeführt werden, machten eine Erweiterung des Supercomputers Hypnos erforderlich. Sie erfolgte innerhalb eines halben Jahres, als Lösungs- und Integrationspartner fungierte dabei die transtec AG aus Reutlingen.

Die neue GPGPU-HPC-Cluster-Partition besteht aus acht Knoten. Es handelt sich dabei um für den Rack-Einbau ausgelegte Dual-Socket-Maschinen mit einem Intel-C612-Chipsatz für Haswell-CPUs und redundanten Netzteilen. Jeder Rechenserver ist mit vier NVIDIA Tesla K80 sowie zwei Infiniband-Karten ConnectX-3 FDR (56 Gbit/s) bestückt.

Die DUAL-GPUs Tesla K80 sind speziell für das High Performance Computing konzipiert und bieten pro Karte 4.992 parallele Recheneinheiten. Damit können tausende Threads simultan verarbeitet werden. Die Leistungswerte bei der Floating Point Performance liegen bei bis zu 8,74 TeraFLOPS Single-Precision und bis zu 2,91 TeraFLOPS Double-Precision. Die Speicherbandbreite beträgt 480 GB/s.

Besonderheit ist, dass pro CPU-Sockel ein Tesla-K80-Paar mit voller Bandbreite und eine Infiniband-Karte angebunden sind. Der Cluster ist damit optimiert für NVIDIAs GPUDirect-Feature, das eine verbesserte Kommunikation zwischen den GPGPUs untereinander über RDMA ermöglicht. Die Rechenserver sind zusätzlich mit schnellen SSDs und einem im Vergleich zu den GPU-Arbeitsspeichern dreifach höheren RAM ausgestattet. Hierdurch wird potenziellen Flaschenhälsen, die bei Kopiervorgängen entstehen können, vorgebeugt und ein optimaler Workflow sichergestellt.

Damit ist die neue Cluster-Partition hervorragend geeignet für die schnelle Analyse großer Datenmengen sowie für komplexe Simulationen. Daher wird sie sowohl für Experimente zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET), Materialphysik und Thermofluiddynamik genutzt als auch für Simulationen in der Plasmaphysik. In diesen Gebieten werden rechenintensive Datenanalysen und Simulationen in Echtzeit durchgeführt. Eine hohe Datenrate ist dabei ein absolutes Muss. Konkrete Anwendungsbeispiele sind zum Beispiel Dosismessungen für die Strahlentherapie, die Laser-Teilchenbeschleunigung oder die Berechnung von Strömungsprozessen. 

Der gesamte Hypnos-Cluster bietet nach der Erweiterung jetzt insgesamt:

* 186 Knoten

* circa 8.000 CPU-Cores

* rund 360.000 GPU-Cores

* annähernd 35 TB Arbeitsspeicher

* eine (theoretische) Peak-Performance von 561,7 TeraFLOPS (CPU: 75,4 TeraFLOPS, GPU: 486,3 TeraFLOPS).

Der Hypnos-Cluster ist an einen ebenfalls von transtec gelieferten IBM GPFS Storage Server (GSS) mit zwei PB Storage-Kapazität und einer Spitzenbandbreite von bis zu 36 GB/s angeschlossen.

"Bereits in der Vergangenheit haben wir mit transtec erfolgreich zusammengearbeitet. Als ausgewiesener HPC-Spezialist war das Unternehmen deshalb für uns auch bei dem anstehenden komplexen Projekt eine hervorragende Wahl", erklärt Dr. Michael Bussmann, Nachwuchsgruppenleiter "Computergestützte Strahlenphysik" am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf. "Und die schnelle und problemlose Projektdurchführung im vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmen hat eindrucksvoll bestätigt, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben."

"Dass sich das Helmholtz-Zentrum bei dieser umfangreichen Erweiterung seines Supercomputers Hypnos für transtec als Lösungs- und Integrationspartner entschieden hat, erfüllt uns mit Stolz", ergänzt Robin Kienecker, Sales Manager Technical Computing bei der transtec AG in Reutlingen. "Es zeigt erneut unsere führende Position als Anbieter und Integrator von HPC-Lösungen."

Eingangsgebäude des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf

Weitere Informationen:

ttec Computer B.V.
Pers and Public Relations
Marc van Schijndel
Kerkenbos 1097D Postbus 38040
6503 AA Nijmegen
Tel. 024 3434 210
Fax: 024 3434 219
E-mail: mvanschi@ttec.nl
www.ttec.nl

Über transtec:

The IT service provider ttec Computer B.V. offers unique IT expertise based on the combination of its manufacturer, system house and High Performance Computing (HPC) competence. ttec delivers client-specific solutions, a broad service portfolio and fulfils the highest security standards with its Cloud. Customers include public institutions as well as companies from different branches. The market-listed company has offices in Germany, France, Great Britain and Switzerland and generated a revenue of 44,6 million Euros in 2015. www.ttec.nl