Hyper-V - What’s new what’s cool

Mit der Technical Preview 5 nähert sich Server 2016 nach allgemeiner Einschätzung immer mehr der finalen Version. Somit lohnt sich ein Blick auf die wichtigsten Neuerungen im Bereich der Server-Virtualisierung mittels Hyper-V.


Auch im Hinblick auf die Konkurrenz sind einige lange überfällige Features realisiert worden. Lange vermisst wurde beispielsweise die Möglichkeit Netzwerkkarten oder Arbeitsspeicher im laufenden Betrieb hinzuzufügen oder zu entfernen. Auch die Bereitstellung von Windows Integration Services über Windows-Update ist in vielen Umgebungen ein sinnvolles Feature. Bislang waren Snapshots in virtuellen Maschinen nur als Standard-Snapshots unterstützt, sind nun VSS-gestützte applikations-konsistente Snapshots vollständig supported. Sicherlich muss die Paxistauglichkeit mit gestapelten Snapshots etc. noch analysiert werden. PowerShell Direct ermöglicht auf einem Hyper-V Host unabhängig von Netzwerk- und Firewalleinstellungen der virtuellen Maschine die Administration der virtuellen Maschinen mittels PowerShell. Insbesondere für die Automatisierung ist dies ein spannendes Feature. Discrete Device Assignment erlaubt auf der Basis von SR-IOV virtuellen Maschinendirekt auf physische Hardware (z.B. FC-Karten) direkt zuzugreifen. Die oben genannten Features setzen Windows 10 oder Server 2016 als Betriebssystem voraus.

Die Konfigurationsdatei der virtuellen Maschine ist nicht mehr im XML-Format sondern im Binärformat gespeichert. Dies soll hauptsächlich zur Robustheit der Umgebung beitragen aber auch zu einem schnelleren Bootvorgang beitragen.


Da Hyper-V meist im Cluster betrieben wird, kommen noch einige nicht unwichtige Verbesserungen im Cluster-Betrieb dazu. Die erfreulichste zuerst wird der Hyper-V Cluster auf 2012R2 betrieben kann ein rolling inplace upgrade auf Server 2016 erfolgen. Lediglich das Umstellen der virtuellen Maschinen auf die neueste Hardware-Version (momentan 7.1) kann, wie bei anderen Hyper-visorherstellen, noch nicht online erfolgen. Dies ist notwendig um die neuen Features zu nutzen. Ebenfalls lange vermisst ist das Feature das sich hinter dem Begriff Failover Cluster Node Fairness verbirgt. Mit diesem Feature kann festgelegt werden, das virtuelle Maschinen automatisch auf Hosts migriert werden, die genügend Ressourcen haben, sollte der Host auf dem die VM läuft nicht genügend CPU- oder Memoryressourcen zur Verfügung stellen können. Diese automatische Lastverteilung, war bislang nur mit SCVMM Dynamic Optimization möglich. Mit TP5 wurde der Netzwerkstack dem Netzwerkstack in Azure angeglichen. Damit lassen sich auch komplexe Netzwerkszenarien deutlich einfacher realisieren.

Wird der Hyper-V Host als Nano-Server ausgerollt, benötigt die Virtualisierungsplattform deutlich weniger Ressourcen  (z.B. 500 MB HDD zu Details s. http://aka.ms/nanoserver). Durch die Verschlankung ist der Hyper-V Host robuster und auch bezüglich Updates deutlich einfacher zu handeln als ein Standard Server 2016 mit Desktop-Experience. Server 2016 bietet im Bereich Compute-Virtualisierung noch mehr spannende Neuerungen wie Nested Virtualization, Shielded VMs oder Hyper-V Container dazu werden wir noch das einen oder andere schreiben.

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